Informationen zur Delegiertenversammlung am 20.09.2020

 

 

1.1.1        Mit neuem Chef ins 101. Vereinsjahr

 

 

Der neue Vorstand der SpVgg Altenerding (v. l.): Julia Kranich, Ulrike Pointner, Reinhold Kunz, Heidi Schneider und Wolf Ferlisch. Foto: Bernd Heinzinger

 

Altenerding – Bei der Delegiertenversammlung der SpVgg Altenerding ging eine Ära zu Ende – wegen der Pandemie ein wenig verspätet. Nach 15 Jahren an der Spitze des größten Sportvereins im Landkreis stellte sich Erich Neueder nicht mehr zur Wahl. Von den Anwesenden wurde er gleich zweimal mit stehenden Ovationen für seine Arbeit gewürdigt, was er sehr gerührt zur Kenntnis nahm.

Bevor er aber später Reinhold Kunz zu seiner Nachfolge gratulierte, trat Neueder noch ein letztes Mal als Chef ans Rednerpult und erzählte über das vergangene Jahr, welches keinesfalls ein leichtes war. Das „C-Wort“ wollte er an diesem Abend nicht in den Mund nehmen, sorgte dieser Virus doch für einen Stillstand ab dem 12. März: „Eigentlich wollte ich schon im Juli aufhören, meinen Posten zuvor in Ruhe ausklingen lassen.“ Doch seit März habe er so viel Arbeit gehabt, wie noch nie zuvor: „Wir haben es aber in den Griff bekommen bis dato.“ Die Kommune habe den Verein dabei sehr unterstützt, mit den verbindlichen Hygienevorgaben seitens Erding hätte man gut leben können.

Leider sei aber die 100-Jahrfeier ins Wasser gefallen: „Ich bin froh, dass wir diese frühzeitig abgesagt haben, und heute kann ich sagen, dass wir mit einer schwarzen Null herausgekommen sind.“ Die Künstler etwa hätten allesamt auf ihre Entschädigungen verzichtet.

Generell geht es der SpVgg finanziell sehr gut. Neueder sprach von einem Bankguthaben in Höhe von rund 240 000 Euro, bei Verbindlichkeiten von knapp 80 000 Euro: „Wir sind im schwarzen Bereich und haben dabei das Glück, immer gute Zuschüsse zu bekommen.“

Ende 2018 hatte die SpVgg mit 3008 Mitgliedern ihren Höchststand erreicht: „Das war schon das absolute Maximum, da fehlten uns Übungsleiter und Hallenzeiten.“ Als Folge sank die Anzahl wieder, aktuell steht man bei 2688 Leuten, davon mehr als die Hälfte Jugendliche. „Generell bieten wir Sport für alle Altersklassen“, freute sich Neueder. 76 lizenzierte Übungsleiter (vier mehr als 2018) sorgen dabei für einen reibungslosen Ablauf.

Seitens des BLSV sprach die Bezirksvorsitzende Claudia Daxenberger: „Die SpVgg Altenerding ist zwar mittlerweile 100 Jahre alt, aber lebendiger denn je.“ Der Verein habe sehr zur sportlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in Erding beigetragen: „Dabei ist die soziale Leistung zu würdigen; die SpVgg ist mehr als nur ein Sportverein.“

Erdings 2. Bürgermeisterin Petra Bauernfeind sagte, dass solche Veranstaltungen wie heute aktuell noch selten wären: „Gerade in der schweren Zeit sind sie aber sehr wichtig. Die Krise ist eine Herausforderung und bedeutet enorme Arbeit.“ Der Verein sei vor allem auch für die Gesellschaft ein sehr wichtiges Element.

Nach gut zwei Stunden konnten schließlich die Neuwahlen starten. Alles war bestens vorbereitet, und sämtliche Vorgeschlagene bekamen jeweils ein einstimmiges Votum der Delegierten. Neuer geschäftsführender Vorsitzender ist ab sofort Reinhold Kunz. Er hatte das Amt bereits von 2003 bis 2005 inne, war damit also auch der direkte Vorgänger Neueders.

Die weiteren Posten im SpVgg-Vorstand haben Heidi Schneider (2. Vorsitzende), Wolf Ferlisch (Schatzmeister), Ulrike Pointner (Geschäftsführerin) und Julia Kranich (Jugendleiterin) inne.



Quellenangabe: Erdinger Anzeiger vom 22.09.2020, Seite 39

 

 

  • Der Präsident ist nun Ehrenvorsitzender